Refill oder Original

- das ist hier die Frage

Der Vorteil und Nachteil der Originalpatronen

Teurer als Erdöl oder edles Parfüm: Druckertinte gehört zu den exklusiven Flüssigkeiten dieser Welt. Zumindest, was den Preis betrifft. Ein Liter Tinte kostet umgerechnet bis zu 2 300 Euro. Tropfenweise nur füllen die Hersteller den Saft in ihre Patronen.

Mit dem teuren Zubehör holen sich Canon, Epson, HP und Co. zurück, was sie durch billige Drucker vorgestreckt haben.

Bei den Druckern behaupten sich die Originalpatronen immer mit der jeweils besten Qualität. Die besten Tinten von Fremdanbietern liefern zwar oftmals gleich gute Ausdrucke. Doch die sind dann entweder nicht so wischfest oder nicht so lichtbeständig wie die mit Originaltinten.

Hier können Sie den Test der Stiftung Waretest lesen, man spart mit Refill aber weniger als man denkt.

Testbericht der Stiftung Warentest an (hier klicken) ,

Sparen mit Großpackungen ist angesagt, das sind billige Großpackungen mit mehreren Patronensätzen. Da sollte aber das Verfallsdatum aufgedruckt sein, denn nur frische, originalverpackte Patronen können lange lagern. Wir haben schon privat mit inzwischen drei Jahre alten Originalpatronen ohne Einbußen gedruckt.

Doch Vorsicht: Die Garantie erlischt nach zwei Jahren.

Der Vorteil und Nachteil der Refillpatronen

Der Preis für Druckertinte treibt die Tränen in die Augen. Sparen ist angesagt und mit Tinte von Refillanbietern wie Free Color, Emstar und KMP auch möglich. Dagegen steht der Vorwurf der Druckerhersteller, Fremdtinte sei schlecht. Auch der stimmt teilweise.

Vorteil der Fremdtinte. Das Plädoyer für Fremdtinte hat ein Argument: den Preis. Insbesondere für Drucker von Canon und Epson gibt es Tintenpatronen mit akzeptabler Druckqualität zu etwa einem Drittel des Originalpreises. Bei Hewlett-Packard sind Fremdpatronen scheinbar genauso teuer wie das Original – doch sie enthalten rund doppelt so viel Tinte.

Eine erkleckliche Ersparnis ist also auch da drin, nur leider drucken sie oftmals etwas schlechter als das Original.

Anders als bei Canon und Epson steckt in Druckern von Hewlett-Packard der „Wegwerf“-Druckkopf in jeder Patrone und nicht im Drucker. Fremdanbieter sammeln leere HP-Patronen ein und befüllen sie wieder. Die enthalten in den meisten Fällen doppelt so viel Tinte wie das Original – trotz ähnlicher Preise für die Patronensets ist die Ersparnis also deutlich. Allerdings bleibt die Qualität von Fremdpatronen für Hewlett-Packard-Drucker deutlicher hinter dem Original zurück als bei Canon und Epson. Die Ursache liegt wohl im Recycling-Kreislauf: leer drucken, einsammeln, reinigen, befüllen, leer drucken. Darunter leidet die HP-Patrone.

Die Fremdanbieter reinigen die leeren HP-Patronen jetzt gründlicher um eine höhere Qulität produzieren zu können.

Das sieht wir daran, dass es kaum noch verstopften Düsen gibt, wie sie früher vereinzelt auftraten. Doch mit jedem Recyclingzyklus verschleißt der in die Patrone integrierte Druckkopf weiter, es kann zu leicht streifigen Ausdrucken kommen.

Die Patronensets von Free Color, Emstar und KMP sind mindestens 50 Prozent günstiger als das Original. Und sie halten immerhin bei Textdruck in Schwarz, also einem normalen Brief, mit dem Original mit. Fotodrucke sind jedoch etwas schlechter. Vor allem mangelt es an Lichtbeständigkeit. Wenn es darauf ankommt, sind Originaltinten die bessere Wahl.