Alles rund ums Fotopapier

Erklärung / Beschreibung zu Fotopapier für Ink Jet / Tintenstrahldrucker

Zum Drucken oder Belichten

Wenn digitale Fotos von der Festplatte zum Drucker geschickt werden, landen sie häufig auf dem, was gerade zur Hand ist – auf gewöhnlichem Holzpapier. Was für einen Text noch ausreicht, ist für Bilder inakzeptabel. Die Farben erscheinen flau und verlaufen auf dem Papier. Dabei gibt es inzwischen eine riesige Vielfalt an Papiersorten auf dem Markt, die die Druckqualität erheblich steigern.

Der Unterschied zu echtem – belichteten – Fotopapier ist nicht mehr sehr groß. Dennoch unterscheiden sie sich die beiden Ausgabematerialien neben der Farbbrillanz vor allem durch den jeweils möglichen Dynamikumfang. Bedruckbares Papier erreicht ungefähr einen Dynamikumfang von fünf Blendenstufen. Fotopapier dagegen übertrifft es mit einem Umfang von sechs Blendenstufen, was eine feinere Abstufung von Licht und Schattenzonen im Bild ermöglicht.

1 Bedruckbare Fotopapiere
Bei der Vorstellung der verschiedenen bedruckbaren Papiersorten sollen vor allem Medien für den Heimanwender berücksichtigt werden – also solche Papiere, die für einen Tintenstrahldrucker geeignet sind. Auf Vinylfolien für Aufkleber oder Glanzfolien für Präsentationen soll hier nur der Vollständigkeit halber hingewiesen werden.

Papiere werden beurteilt nach

- ihrer Dicke. Sie garantiert die Stabilität und erhöht die Griffigkeit. Die Dicke wird in Papiergewicht ausgedrückt, bei einem durchschnittlichen Fotopapier sind das 150 bis 180 Gramm pro Quadratmeter.
- ihrer Weißfärbung. Unterschiede in der Weißabstufung bewirken, dass die Farben leuchtender hervortreten. Manche Papiere sind numerisch klassifiziert – je größer die Zahl, um so heller ist das Weiß.

 

1.1 Unbeschichtetes Papier
Wie eingangs erwähnt, ist unbeschichtetes Papier für den Tintenstrahldruck komplett ungeeignet. Es besitzt eine unebene Oberfläche, die das Licht schlecht reflektiert. Daher wirken die Farben matt. Anders als bei Spezialpapieren gibt es keine „Bremsschicht“ für die Tinten. Daher dringen sie unterschiedlich tief in das Papier ein – die Farben werden unregelmäßig. Außerdem zerläuft die Farbe, wodurch die Ränder von Motivdetails ausgefranst wirken.

Fotopapiere dagegen besitzen eine Oberflächenveredelung, die Farbpigmente an der Oberfläche hält, sie optimal verschmelzen und glänzender erscheinen lässt. Ausgenommen davon sind Bond-Papiere mit mineralischer Beschichtung, die leicht wellig werden. Man kann Sie allenfalls in einem Laserdrucker verwenden.

1.2 Beschichtetes Papier (englisch: „coated paper“)

Diese Sorte besitzt eine gleichmäßige, glänzende und glatte Beschichtung. Dadurch wird das Licht weniger gestreut und die Oberfläche wirkt weißer als die von normalem Papier. Sie nehmen die Tinte vollständig auf, wodurch der Überzug auch nach dem Druck seinen Glanz behält – die Leuchtkraft der Aufnahmen wird so erhalten. Da sie zudem das Verlaufen der Tinte verhindern, kann mit einer hohen Auflösung gedruckt werden, ohne dass die Tröpfchen ineinander fließen. Dadurch werden Details sauber wiedergegeben und das Gesamtbild gewinnt an Schärfe. An der Unterseite sind sie mit Kunststoff beschichtet, was sie einerseits vor Feuchtigkeit schützt und andererseits verhindert, dass sich das Papier wellt.

Die verschiedene Typen unterscheiden sich neben herstellerspezifischem Aufbau durch ihre Oberflächeneigenschaft. Es gibt sie gewöhnlich in den Varianten
- glänzend,
- semi-matt,
- matt.

Ein guter Kompromiss zwischen einerseits starken und manchmal unerwünschten Reflexionen und andererseits geringer Brillanz stellt das semi-matte oder auch seidenmatte Papier dar.

1.3 Glossy- oder Glanzpapiere
Unter dem Namen „Glanzpapier“ gibt es normale und selbstklebende Papiere, die zumeist günstiger sind als spezielle Fotopapiere. Sie sind wischfest und so relativ unempfindlich gegen Berührung mit fettigen oder feuchten Fingern. Jedoch bieten sie nicht ganz die Qualität von Fotopapier und nehmen Pigmenttinte unzureichend auf.

Gerade Pigmentfarben sind nicht immer lichtecht, die Farben verblassen nach einigen Jahren. Man sollte daher Papiere mit UV-Schutz verwenden, wie sie auch bei hochwertigen Thermosublimationsdrucken zum Einsatz kommen.

1.4 Canvas
Für Kunstdrucke ist das edle Leinwandmaterial eine interessante Alternative. Zwar verlieren die Farben durch das Textil ihre Leuchtkraft, doch erhält man dagegen den Eindruck eines Gemäldes. Die Basis ist normale Künstler-Leinwand, die mit einer speziellen Beschichtung versehen ist. Sie kommt im Allgemeinen für Großformatdrucker zum Einsatz.

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